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12. Oktober 2021, gepostet in TechnikWLAN – Wohin mit dem Router

Wohin mit dem Router?

Warum ist das wichtig?

Ich habe dir ja bereits erklärt wie sich Funkwellen verbreiten.

Genauso wichtig, ist zu wissen was Funkwellen dämpft oder blockiert.

Hierbei unterscheidet man zwischen aktiven und passiven Störquellen.

Aktive Störquellen sind:

Passive Störquellen sind:

Diese Listen sind übrigens nicht vollständig. Es wäre nur einfach zuviel, alle Störquellen aufzulisten.

Du fragst dich vielleicht warum ein Babyphone dein WLAN stören kann. Auch ein Babyphone funkt. Und rate mal auf welcher Frequenz.

2,4Ghz ist das weltweit am meisten genutzte Band das zur Funkübertragung genutzt wird. Fast alle Geräte die auf drahtlose Datenübertragung setzen, funken auf 2,4Ghz. Diese Frequenz funktioniert in fast jeder Umgebung, kommt gut durch Hindernisse und ist billig.

Genau das ist der Grund weshalb es zu den meisten WLAN-Problemen kommt. Das Frequenzband ist einfach überlastet durch die vielen Geräte.

Deshalb hat dein Router die praktische Funktion selbstständig Kanäle zu wechseln. Im Grunde ist das 2,4Ghz in 14 Kanäle aufgeteilt, also Feineinstellungen im Mhz Bereich, von denen die ersten 13 Kanäle verfügbar sind.

Dein Router überwacht also alle nutzbaren Kanäle und wechselt automatisch auf einen weniger ausgelasteten Kanal. Diese Funktion solltest du also auf Automatik lassen.

Doch selbst ein Gegenstand wie deine Zimmertür kann ein echtes Problem sein. Je nachdem wie massiv die Tür ist kann sie bis zu 70% des Signals dämpfen.

Bemerkbar macht sich das daran, das du zwar ein volles WLAN angezeigt bekommst, die Ladezeit aber enorm ist.


Vielleicht hast du auch schon bemerkt das dein WLAN im Bad kaum noch zu empfangen ist. Das liegt ganz einfach an den Wasserrohren in den Wänden. Wasser ist einer der größten Feinde für dein WLAN. Wenn das dann noch durch Kupferrohre in einer mit Baustahl armierten Betonwand liegt, kannst du froh sein überhaupt noch ein Signal zu bekommen.

Wohin also mit dem Router?

Die beste Position musst du leider selbst finden. Ich verrate dir aber worauf du achten solltest.

Als erstes musst du darauf achten, den Router von allem fern zu halten was ein Magnet- oder Stromfeld erzeugt. Dein Router hat also nichts hinter deinem Fernseher oder in der Nähe deiner Stereoanlage zu suchen. Am besten steht in einem Umkreis von 1,5 Metern kein anderes elektrisches Gerät.

Du willst deinen Router auch nicht zu deinem Aquarium stellen. Und auch wenn er dir optisch nicht gefällt, stellst du deinen Router hinter dein Sofa, in den Wohnzimmerschrank oder versteckst ihn in einer Kiste, dann darfst du dich nicht über den schlechten Empfang beschweren.

Die ideale Position ist so gewählt, das dein Router möglichst auf Brusthöhe steht und die Antennen so ausgerichtet sind, das sie in Richtung der verbundenen Geräte zeigen. Bei den meisten Routern bedeutet dass einfach nur das sie mit der Front in die Wohnung zeigen. Außerdem möchtest du natürlich möglichst wenige Wände zwischen die Geräte bringen.

In den meisten Wohnungen steht ein Router deshalb meist im Flur. Wie es bei dir ist, musst du selbst heraus finden.
Helfen können dir dabei aber diverse kostenlose Apps und Programme im Netz.

Gibst du im Play- oder App-Store „WLAN optimieren“ ein, werden dir einige Analyse Tools angezeigt die für unseren Zweck perfekt sind.

Du startest eins dieser Tools und startest die Messung. Wenn du dich jetzt durch die Wohnung bewegst, kannst du direkt erkennen wie stark das Signal ist und wie hoch der Datendurchsatz ist.

Ist das Signal in deinem Wunschraum zu gering stellst du einfach testweise den Router um.

Auf diese Art findest du irgendwann die perfekte Position.
Im nächsten Beitrag erkläre ich dir was du tun kannst falls du den Router nicht besser positionieren kannst oder dein Signal über mehrere Etagen verbreiten willst.
verfasst von Tim

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